Die erste Schwangerschaft ist für jede Frau ein einschneidendes Erlebnis - plötzlich erweitert sich Ihr Leben um einen weiteren Menschen, Ihre Verantwortung bekommt eine neue Dimension. In dieser Phase sind Vertrauen, Beratung, Ruhe und Erfahrung wichtige Elemente. Wir freuen uns mit Ihnen und stehen zur Seite, wenn Sie Fragen haben oder Probleme sehen. Wir unterstützen Sie mit allen notwendigen Untersuchungen, bieten moderne Diagnostik, damit das neue Leben wachsen kann.


Unser Praxisteam arbeitet mit einer freiberuflich tätigen Hebamme zusammen, in der Regel handelt es sich hierbei um Frau Brigitte Wallach, oder eine ihrer Vertretungen. Bei unserer aktiven Geburtshilfe im Klinikum können wir Ihnen die Kooperation mit einer Beleghebamme, Frau Nicola Grandpré, anbieten. Die Sprechzeiten von Frau Wallach finden an jedem Dienstag und Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr in unseren Praxisräumen statt. Diese Kooperation verbessert unsere Kompetenz in der Schwangerschaftsbetreuung und Beratung. Hier ein Überblick über die Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen in unserer Praxis, Ihre Etappen könnten sich folgendermaßen gestalten:

ärztliche Vorsorge  Hebammen-Vorsorge 
Festellung der Schwangerschaft, Blutabnahme nach Mutterschaftsrichtlinien, evtl. Diagnostik auf Toxoplasmose, Abstrichentnahmen (Krebsvorsorge und Chlamydien-Abstrich)   Ca. 8.Schwangerschaftswoche (SSW): Beratung und Information auch über zusätzliche Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen). Mutterpaßanlage.  
12.-14. SSW: Vorsorgeuntersuchungen. 1. ausführlicher Ultraschall, falls erwünscht I.Trimesterscreening Ab der 11./12.SSW falls erforderlich Plazentapunktion (Chorionzottenbiopsie). Ab der 15.SSW falls erforderlich oder erwünscht Amniocentese nach entsprechender Beratung   15.-18. SSW: Vorsorgeuntersuchungen  
19.-22. SSW: Vorsorgeuntersuchung, 2. ausführlicher Ultraschall und Informationen zum Zucker-Test. Falls erwünscht oder erforderlich: weiterführender Organ-Ultraschall des Feten zum Fehlbildungsausschluß.   23.-27. SSW: Vorsorgeuntersuchung. Falls erwünscht Untersuchung auf Gestationsdiabetes(bei Auffälligkeit, Gespräch mit Arzt/Ärztin um 13:00 Uhr). CTG und Antikörperbestimmung auf Blutgruppenunverträglichkeit. Informationen zu Geburtsvorbereitungskursen.  
28.-32. SSW: Vorsorgeuntersuchung, 3. ausführlicher Ultraschall, bei Auffälligkeiten Doppler-Sonographie. CTG und falls erforderlich Anti-D-Prophylaxe. Evtl. Toxoplasmose-Antikörperkontrolle zum Ausschluß einer frischen Infektion während der Schwangerschaft. Falls erwünscht 3D/4D Ultraschall.   32.-34. SSW: Vorsorgeuntersuchung. CTG  
34.-36. SSW:Vorsorgeuntersuchung, CTG, Hepatitis B-Antigen-Bestimmung, falls erforderlich orientierender Ultraschall.   36.-37. SSW: Vorsorgeuntersuchung, CTG und falls erwünscht Streptokokkenabstrich  
37.-38. SSW: Vorsorgeuntersuchung, CTG. Ausstellen der Klinikeinweisung. Falls erforderlich orientierender Ultraschall   38.-39. SSW: Vorsorgeuntersuchung, CTG  
39.-40. SSW: Vorsorgeuntersuchung, CTG. Falls erforderlich orientierender Ultraschall    
Ab Erreichen des Entbindungstermines 2-tägige CTG-Kontrollen und Vorsorgeuntersuchungen bei Arzt oder Hebamme bis zum 7. Tag der Terminüberschreitung. Anschließend tägliche CTG-Kontrollen und Vorsorgeuntersuchungen, evtl. Wehencocktail.
Geburtseinleitung zwischen 10. und 14. Tag der Terminüberschreitung  

Dieser Plan gilt vorbehaltlich nur für eine unauffällige Schwangerschaft. Abweichungen hiervon ergeben sich bei Problemen im Schwangerschaftsverlauf.
Ebenso versteht sich dieser Plan als Vorschlag, die Hebammen-Vorsorge ist für Sie nicht verpflichtend.

Gestationsdiabetes

Sollte ein Gestationsdiabetes bei Ihnen diagnostiziert worden sein, ändert sich die Mutterschaftsvorsorge und wird um folgende Punkte ergänzt, bzw. geändert:

Werdende Mütter können sich jetzt über alle 40 Schwangerschaftswochen hinweg mit wichtigen Informationen per Newsletter begleiten lassen. Diesen Service bietet www.frauenaerzte-im-netz.de in Kooperation mit dem Institut für Frauengesundheit (IFG) in Baden-Württemberg.

Risiken

Eigentlich eine Volksweisheit, aber leider immer noch anzutreffen: Schwangerschaft und Drogen passen nicht zusammen. Wenn Sie sich ein Kind wünschen, hat das Auswirkungen auf Ihre Lebensführung, denn Sie wünschen sich bestimmt ein gesundes Kind. Der wesentliche Schritt ist dabei der Verzicht auf Drogen wie Alkohol, Nikotin oder Rauschdrogen, denn deren Substanzen schädigen den Fötus.

Weiterführende Informationen zu Schwangerschaft und Geburt finden Sie hier

"Richtiges" Verhalten in der Frühschwangerschaft

Arbeit  Keine "Grenzwerte" für Heben, Stehen, Arbeitszeit usw. definiert 
Sport  Kein Problem bei Wohlbefinden 
Höhenexposition  maximal 2500 - 3000 m, je größer die Höhe, desto niedriger sollte die Belastung sein  
Tauchen  kein Tauchen, oder oberhalb der Dekompression bleiben. 
Fliegen  für Touristik kein Problem, für Flugpersonal erhöhtes Risiko fraglich 
bildgebende Diagnostik  Sonographie und MRT kein Problem, Frage beim Röntgen: Uterus im angebildeten Bereich? Dosis? 
Peridontitis (Zahnfleischentzündung)  Sanierung, Zusammenhang mit Fehlgeburtsrisiko? 
Sauna/heißes Bad/Solarium  keine Studiendaten 
Geschlechtsverkehr  keine Studiendaten 
Haare färben  für privat-Gebrauch keine Studiendaten vorhanden, berufliche Exposition: Handschuhe und Belüftung am Arbeitsplatz 

Kliniktasche zur Entbindung

Was braucht man für die Geburt im Krankenhaus?

Mit unserer Liste möchten wir Ihnen Hilfestellung und Anregungen geben, was Sie zur Geburt in die Klinik mitnehmen sollten/können. Bedenken Sie dabei, dass jede Frau andere Lebensgewohnheiten und jede Klinik andere Bedingungen, Ausstattungen und Schwerpunkte hat.

Einzelheiten besprechen Sie am besten mit Ihrer Hebamme, Ihrem Frauenarzt oder mit uns in der Klinik. In der Geburtsvorbereitung und bei der Kreißsaalführung können Sie sich schon vorab mit erfahrenen Müttern und Hebammen austauschen. Bei einer ambulanten Geburt benötigen Sie natürlich viel weniger als hier angegeben, Sie sollten jedoch unbedingt eine Hebamme zur Nachsorge organisiert haben.

Wichtig zu wissen:
Wir sind darauf eingerichtet, die notwendigsten Dinge erst einmal zur Verfügung zu stellen, falls sie überraschend in die Klinik müssen. Also keine Panik wegen vergessener Kliniktasche. Das Wichtigste ist der Mutterpass.

Bereiten Sie Ihre Tasche ruhig schon einige Wochen vor der Geburt vor. Den meisten Müttern macht es Spass, sie immer wieder umzupacken und zu ergänzen. Das Päckchen für das Baby ist dabei sicher ein ganz besonderer Vorfreude-Faktor.



Für die Geburt:

* Pflegeartikel (Duschzeug, Deo, Zahnputzzeug, Crème etc.)
* Bademantel (weit und bequem, einfach zu schliessen)
* Hausschuhe (gut eingetragen und einfach anzuziehen)
* Bequemes Hemd (Oberschenkellänge, zum Aufknöpfen, weite Ärmel)
* Weite bequeme Hose oder Leggins
* Dicke warme Socken
* Waschlappen oder Gästehandtuch
* (Zitronen-) bonbons, Traubenzucker, Müsli-Riegel o.ä.
* Eigenes Getränk (z.B. Teemischung, Energy Drinks)
* Haargummi (Haarspange)
* Brille (bei Kontaktlinsen-Trägerinnen)
* Massageöl (und andere wohltuende Mittel)
* Duftlampe (mit Aromaöl, Kerze und Feuerzeug)
* Lieblings-Badezusatz
* Lieblingsmusik zur Entspannung

Für die Zeit im Krankenhaus:

* Pflegeartikel
* Bademantel
* Hausschuhe
* Nachthemden (zum Aufknöpfen, evt. weite Männerhemden) oder bequeme Schlafanzüge
* Weite T-Shirts
* Bequeme Leggins
* Jogging-Anzug (auch bei ambulanter Geburt)
* Warme Socken
* Bequeme Baumwollunterhosen
* 2 Still-BH's
* Stilleinlagen (Wolle/Seide)
* Milchbildungsöl, -tee
* (Wärmendes) Körperöl
* Binden (werden von der Klinik zur Verfügung gestellt)
* Handtücher (werden von der Klinik zur Verfügung gestellt, es empfiehlt sich zusätzlich ein eigenes grosses Badetuch und einige Waschlappen)

Für den Vater (die Begleitperson):

* Bequeme Schuhe (Hausschuhe)
* Kulturbeutel
* Handtuch
* Proviant/Snacks/Getränk
* evt. Kleidung zum Wechseln

Für das Baby:

* Tragetasche/Kindersitz (für's Auto)
* Strampler
* Unterwäsche
* Windel/Windelhöschen
* Jäckchen
* Mützchen
* Spucktuch (Baumwollwindel)
* Warme Decke
* Warme Socken (Wolle)

Die Kleidung für das Neugeborene sollte vor dem ersten Tragen gewaschen werden (chemische Rückstände aus der Fabrikation, Hygiene-Faktor).

Papiere:

* Mutterpass !
* (Einweisung von Frauenärztin/-arzt)
* Andere wichtige medizinische Unterlagen (z.B. Allergie-Pass)
* Stammbuch (bei verheirateten Müttern)
* Geburtsurkunde (bei unverheirateten Müttern)
* Pass und Geburtsurkunde (bei Ausländerinnen)
* Personalausweis
* Karte (Papiere) der Krankenkasse/Krankenversicherung

Sonstiges:

Fotoapparat (mit lichtempfindlichem Film), Video-Kamera, Kuschelkissen, ein bequemes Kissen zum Draufsetzen, Bücher, Tagebuch, Schreibzeug, Zeitschriften. Strickzeug, Lieblingsmusik, Radio, CD-Player, Walkman, Adressbuch (wichtige Telefonnummern), Süssigkeiten u.a.

Tipps:

* Wärme ist ein wichtiger Faktor, um sich wohlzufühlen. Wenn Sie leicht frieren, sollten Sie genügend bequeme und warme
Sachen mitnehmen, (wie Extradecke, reichlich Wollsocken, Jacke, Flanellhemden).
* Die Wirkung von Aromatherapie ist unumstritten positiv. Wir bieten die Benutzung einer Duftlampe für Ihren Lieblingsgeruch
an.
* Der (neu zu erlernende) Umgang mit einem Neugeborenen ist wesentlich einfacher mit kurz geschnittenen Fingernägeln.
* Sie können zuhause schon Eiswürfel nach Ihrem Geschmack zubereiten (z.B. mit Zitronensaft oder anderem Fruchtsaft). Das
ist erfrischend und wohlschmeckend.
* In unseren Kreißsälen können Sie Ihre Lieblingsmusik mit einem vorhandenen CD-Player hören.
* Verzichten Sie auf technische Ausstattung wie Handy und Laptop, damit Sie sich ungestört auf die Geburt konzentrieren
können.
* Probieren Sie das Befestigen des Autokindersitzes oder der Tragetasche vorher aus, das erspart Ihnen hektische Aktivitäten
beim Nachhausegehen (insbesondere bei ambulanter Geburt).
* Babys mögen Musik. Eine Spieluhr mit vertrauter Melodie wirkt entspannend und hilft beim Einschlafen.
* Erkundigen Sie sich ggf. rechtzeitig in der Schwangerschaft nach den Leistungen Ihrer Zusatzversicherung (Einzelzimmer,
Arztwahl etc.).
* Telefonnummern (Hebamme, Frauenärztin/-arzt, Kreißsaal) sollten Sie immer gut sichtbar parat haben und mit sich führen. Sie
werden Sie in den seltensten Fällen notfallmässig brauchen, aber es vermittelt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit.
* Bei unerwarteten Ereignissen (wie Blasensprung unterwegs, Blutung) lassen Sie sich bitte ohne Umwege in die Klinik bringen.
Die Tasche ist in diesem Fall unwichtig, sie kann nachgebracht werden.